Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Rückbau des Tanklagers

Nach etwa 70 Jahren der militärischen Nutzung beschloss die Bundeswehr im Jahr 2013, den Standort aufzugeben. Zunächst galt es, eine technische Stilllegung durchzuführen. Diese umfasste insbesondere die Entleerung, Entgasung und Reinigung sämtlicher Tanks nach strikten rechtlichen und technischen Vorgaben. Unter anderem prüfte die Bundeswehr, ob sich in den Tanks explosionsfähige Gemische durch Ausgasungen von Reststoffen bilden können.

Das konnte ausgeschlossen werden, so dass ein vollständiger Rückbau der Tanks nicht notwendig wurde. Die Tanks sind im Boden verblieben, während sämtliche technischen Einrichtungen an den Behälterblöcken (z.B. Rohrleitungen, Schieber, Pumpen, Detonationssicherungen, Messeinrichtungen) ausgebaut und die Tanks gereinigt wurden.

Im Jahr 2021 zeigte die Bundeswehr als Betreiberin die dauerhafte Stilllegung des Tanklagers nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz bei den zuständigen Gewerbeaufsichtsämtern in Bremen und Cuxhaven an.

Parallel begann im Jahr 2021 nach sorgfältigen Planungen der kontrollierte Rückbau von mehr als 140 Gebäuden sowie diversen sonstigen baulichen Einrichtungen bis hin zu den Gleisen und zahlreichen Wegen. Die Arbeiten erfolgten in vier Abschnitten. 

Durch den Rückbau von ca. 151.000 Kubikmeter umbautem Raum entstanden ca. 95.000 Tonnen Abbruchmaterial.

Ein Schwerpunkt der Arbeiten war wiederum der Bereich der Behälterblöcke. Um einen Zugang zu den unterirdischen Tanks zu verhindern wurden die Kontrollgänge (Peilgänge), Pumpenräume und Treppenabgänge mit verwertbaren Abbruchmaterialien unter Beimischung eines geeigneten Mörtels (Dämmer) verfüllt. Anschließend wurden die Eingänge abgebrochen und verschlossen.

Die Arbeiten des vierten Abschnitts werden im Jahr 2026 im Auftrag von Performa Nord auf Veranlassung und Kosten der Bundeswehr abgeschlossen.

Bildergalerie

Betonfräse

Betonfräse zum Rückbau; 2026 (Stefan Ivert, BImA)

Blick auf Behälterblock 15

Rückbau Behälterblock 15; 2025 (Performa Nord, Herr Franz-Josef Pape)

Blick auf Pumpstation

Rückbau Pumpstation; 2025 (Performa Nord, Herr Franz-Josef Pape)